Menschen in Salons, Zirkeln oder jetzt beim Mittagstisch
Treffen im kleinen Kreis sind En Vogue. Ob Salon, Zirkel oder vergangene Woche beim Mittagstisch. Unter dem etwas sperrigen Titel “Gute Leute Mittagstisch” trafen sich 11 Menschen im Vierjahreszeiten. Eingeladen hatten Christiane Wolff und Monika Scheddin. Die Gästeliste wird stets individuell und nur einmal zusammengestellt. Auch die Runde vom Mittwoch wird so beim “Mittagstisch” nie mehr zusammenkommen. Das Prinzip funktioniert ausgezeichnet. Wer würde nicht gerne kommen, wenn er ein exklusive, persönliche und einmalige Einladung erhält. Ganz nach bayerischer Sitte zahlt jeder sein “Mahlgeld” selbst. Die Gastgeberinnen bringen einander Fremde zusammen und steuern jeweils einen interessanten Tischredner bei. Diesmal Professor C. Bernd Sucher. Ex SZ Redakteur und Kritiker für das Sprechtheater, Professor an der Theaterakademie, Autor und charmanter Plauderer. Sucher parierte auch die persönlichen Fragen im offiziellen Interview zwischen Hauptgang und Kaffee stets gewitzt und charmant. Entlarven ließ sich allerdings die Tischgesellschaft, als Gast Dr. Hans Christian Meiser in die Runde fragte, wer am Tisch in den letzten 12 Monaten im Theater gewesen sei. Keiner von uns konnte die Hand heben. So nahmen wir denn Zuflucht zu der Frage an den Professor, was denn in 2008 unbedingt sehenswert sei. Es vielen Namen, wie Bayreuth (da hätte man Karten schon vor mehr als 10 Jahren bestellen müssen) und Mailand (liegt nicht so verkehrsgünstig – aber Karten gibt’s da eher als in München) und Sucher versprach eine Liste mit München-Tipps nachzureichen. Beim Kaffee bestätigten wir uns gegenseitig, dass wir nun aber wirklich endlich Karten für die Kammerspiele… und tauschten die Visitenkarten.
Am Ende geht’s auch hier um’s Geschäft – nur dezenter.


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