Offen verhandeln auf dem Olympiaturm

Rund 30 Gäste bekamen heute morgen auf Einladung der Management Akadmie München Einblick in das Thema “Offen verhandeln nach dem Harvard Konzept”. Und weil Menschen klarer denken, wenn der Blick schweifen kann, traf man sich auf dem Münchner Olympiaturm

Ulrich Egger, Gründer der Züricher Trainingsfirma Egger, Philips und Partner – der einzigen, direkt vom Harvard Negotiation Project lizensierten Trainertruppe in Europa steigt gern direkt ins Thema ein: “Am Verhandlungstisch sitzt man nur, weil man den anderen braucht, um die eigenen Interessen zu befriedigen. Man muss kooperieren, weil man voneinander abhängig ist.”

Das Konzept ist so verblüffend wie einfach, oder wie Egger es gerne ausdrückt, indem er die amerikanischen Väter des Prinzips Roger Fisher and William Ury zitiert: “It’s all common sense. Well organised common sense.” So ist Harvard Konzept nicht der heilige Gral der Verhandlungstechnik. Aber die Methodik und die praktischen Anwendungen sind überzeugende Grundlage, um typische Verhaltensmuster und Fehler zu analysieren und eine Verhaltensänderung in Gang zu setzen. Und schnell stellt man fest, das größte Hindernis auf dem Weg zum optimalen Ergebnis sind die Emotionen am Verhandlungstisch. Um sich auf den Umgang mit Emotionen in Verhandlungen ganz konkret vorzubereiten haben die Experten in Harvard inzwischen auch konkretes Handwerkszeug entwickelt: Beyond Reason – Emotion Preparation Tool

Das Global Negotiation Project arbeitet auch immer wieder an Lösungen für politische Konflikte. Auf der Website sind jede Menge interessante Links zu Fallstudien, Webcasts etc. für alle, die tiefer einsteigen wollen.

Zum Einstieg kann ich auf alle Fälle das Verhandlungstraining über die Management Akademie München empfehlen “Offen verhandeln nach dem Harvard-Konzept”.

Und zum guten Schluß Harvard’s Daniel Sharpiro gute Gründe für die Beschäftigung mit dem Thema in seine r Antwort zur DAVOS Question.

~ von netztaucherin am Februar 26, 2008.

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